Erste Sitzprobe: Škoda Epiq

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
9 min
  1. home
  2. Aktuell

Mit dem Epiq präsentiert Škoda sein günstigstes vollelektrisches Modell – welches sich zu den technisch identischen Geschwistern VW ID. Polo und Cupra Raval gesellt. Das City-SUV-Crossover basiert auf der neuen MEB+-Plattform, setzt erstmals die Designsprache „Modern Solid" vollständig um und soll Elektromobilität für eine breitere Käuferschicht zugänglich machen.

Überblick

Škoda Epiq

• Elektroeinstieg von Škoda – ab 26.880 Euro in Österreich, Marktstart für die günstigste Variante im Oktober 2026
• Erstes Škoda-Serienmodell auf der MEB+-Plattform mit Frontantrieb und bidirektionalem Laden
• 475-Liter-Kofferraum, bis zu 440 km Reichweite und Schnellladen in ca. 24 Minuten (10–80 %)

Škoda Epiq 2026: Preise, Varianten und elektrische Plattform im Überblick

Škoda erweitert sein Elektroportfolio nach unten: Der neue Epiq ist das günstigste vollelektrische Modell der Marke und tritt als City-SUV-Crossover im elektrische Einsteigersegment an. In Österreich beginnt der Preis bei 26.880 Euro für die Basisversion Essence 35, die ab Anfang Oktober 2026 bestellbar sein wird. Die leistungsstärkere Variante Epiq 55 steht in den Ausstattungslinien Essence, Selection und First Edition bereits ab sofort im Konfigurator. Zum Vergleich: In seiner Basisvariante nähert sich der Epiq preislich dem Verbrenner-Pendant Kamiq – ein Umstand, den Škoda als bewusstes Positionierungsziel nennt.

Und noch ein Vergleich, nämlich mit den Konzerngeschwistern: Alle drei Modelle – VW ID. Polo, Cupra Raval und der Epiq – beginnen zunächst mit dem Maximalleister, überall 211 PS. Der Škoda verlangt 33.280 Euro (als First Edition mit besserer Ausstattung 39.280 Euro), für den VW sind mindestens 33.790 Euro fällig und für den stilistisch auffälligen Cupra 34.900 Euro. Überall gibt es natürlich Finanzierungsangebote über die Porsche Bank, die den First Edition auf 32.380 Euro reduzieren und das ab Oktober erhältliche Einstiegsmodell auf die magischen 19.980 Euro.

Technisch fußt der Epiq als erstes Škoda-Modell auf der neuen MEB+-Elektroplattform, die eigens für kompakte Fahrzeuge mit Frontantrieb optimiert wurde. Die Architektur erlaubt kleinere und leichtere Batterien, was den Energieverbrauch senkt und zugleich mehr Platz im Innenraum schafft. Drei Leistungsstufen stehen zur Wahl: Der Epiq 35 leistet 85 kW (115 PS), der Epiq 40 kommt auf 99 kW (135 PS) – beide nutzen die kleinere LFP-Batterie mit 38,5 kWh brutto und erreichen bis zu 310 km Reichweite sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Das Topmodell Epiq 55 setzt auf eine NMC-Batterie mit 55 kWh brutto, schöpft 155 kW (211 PS) und 290 Nm aus dem Permanentmagnet-Synchronmotor und kommt laut Hersteller bis zu 440 km weit. Die Schnellladefunktion lädt diese Variante an DC-Stationen in rund 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent; Wechselstromladen ist mit 11 kW möglich. Darüber hinaus unterstützt der Epiq bidirektionales Laden: Via V2L, V2H und V2G kann die gespeicherte Energie für externe Geräte, den Haushalt oder das Stromnetz genutzt werden – vorausgesetzt, eine kompatible Wallbox ist vorhanden.

Modern Solid trifft Pragmatismus: Exterieur, Innenraum und Simply Clever-Details

Der Epiq ist das erste Škoda-Serienmodell, das die neue Designsprache „Modern Solid" vollständig umsetzt. Prägend ist die T-förmige Lichtsignatur, die künftig alle SUV-Modelle der Marke kennzeichnen soll: Schlanke LED-Scheinwerfer rahmen das charakteristisch glänzend schwarze Tech-Deck-Face ein, während das Heck dieselbe Formensprache mit entsprechend gestalteten Rückleuchten aufgreift. Was soll man sagen: Das Auto sieht in der Realität proper aus, auf den ersten Blick als Škoda erkennbar, gefällig und allgemein verträglich. Könnte everybody's darling werden.

Aerodynamisch ist der Kompakt-SUV mit einem cw-Wert von 0,275 gut aufgestellt: Aktive Kühlklappen, Air Curtains, aerodynamische Radkappen, ein optimierter Fahrzeugunterboden sowie ein Diffusor mit Spoilerelement am Heck tragen zum niedrigen Luftwiderstand bei. Die Außenmaße – 4.171 mm Länge, 1.798 mm Breite, 1.581 mm Höhe, 2.601 mm Radstand – sind kompakt, bieten innen aber einen für das Segment bemerkenswert großzügigen Kofferraum von 475 Litern (aber innen groß kann Škoda eh traditionsgemäß – freilich, auf den Fondsitzen spürt man ein wenig den Kleinwagen). Hinzu kommt ein 25-Liter-Frunk unter der Fronthaube sowie weitere Ablagefächer mit zusammen mehr als 28 Litern Volumen im Innenraum.

Beim Material setzt Škoda auf einen konsequent tierfreien Ansatz: Der Epiq ist das erste Serienmodell der Marke, das vollständig auf Leder verzichtet. Sitzbezüge bestehen ausschließlich aus recycelten Polyesterfasern, Lenkrad und Türverkleidungen werden mit Techtona – einer hochwertigen Lederalternative – bezogen. Insgesamt enthält das Fahrzeug mehr als 34 Kilogramm Recyclingmaterialien. Die Ausstattungslinien reichen von Studio (Schwarz/Grau, Essence) über Loft-Grau und Loft-Mint (Selection) bis hin zur Suite-Variante mit Mikrofaser-Sitzbezügen und braunem Techtona. Komfort- und Technik-Paket bringen unter anderem Zweizonen-Climatronic, KESSY, kabelloses Laden und beheizbare Sitze; das Travel-Paket ergänzt Navigation, den Travel Assist 3.0 und Fondladebuchsen mit je bis zu 60 Watt. Serienmäßig sind unter anderem sieben Airbags (inkl. zentralem Airbag), Front Assist mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Side Assist sowie Lane Assist.

Android-Infotainment, digitaler Fahrzeugschlüssel und die First Edition

Und serienmäßig ist die Wohlfühlorientierung à la Škoda: Gute Haptik, physische Schalter unter dem Touchscreen, ergonomische Sinnhaftigkeit in der Anordnung der Elemente. Man sitzt auf Anhieb gut, und alles passt.

Als digitales Zentrum dient ein 13-Zoll-Infotainmentsystem auf Android-Basis, das gegenüber der Vorgängergeneration eine überarbeitete Oberfläche mit rasterbasiertem App-Layout, systemweiter Suche und erweiterter Personalisierung mitbringt. Drittanbieter-Apps wie Spotify, YouTube und Google Maps sind nativ eingebunden. Die MyŠkoda App ermöglicht den Fernzugriff auf Fahrzeugfunktionen: Ladestart und -stopp lassen sich remote steuern, der Abfahrtsplaner sorgt für eine vortemperierte Innenraumtemperatur, und die Online-Klimasteuerung regelt Heizung sowie Klimaanlage aus der Ferne. Für kompatible öffentliche Ladestationen ist Plug & Charge nach einmaliger Freischaltung über das Powerpass-Abonnement möglich. Der digitale Fahrzeugschlüssel – nutzbar per iPhone oder Android-Gerät – soll noch im Laufe des Jahres 2026 per Software-Update nachgereicht werden und erfordert aktive Škoda Connect-Dienste.

Zur Markteinführung legt Škoda eine limitierte First Edition auf, die auf der Ausstattungslinie Selection basiert und ausschließlich mit dem Epiq 55 (155 kW / 211 PS, bis zu 440 km Reichweite) kombiniert wird. Optisch hebt sie sich durch Akzente in Navajo Orange ab: Spiegelgehäuse, Zierleiste, Radkappen-Streifen und Stoßfänger-Einfassungen tragen die markante Farbe, ergänzt durch eine Zweifarb-Lackierung mit schwarzem Dach und exklusiven 20-Zoll-Leichtmetallrädern. Im Interieur setzen orangefarbene Nähte an Lenkrad, Sitzen und Armaturenbrett sowie orangefarbene Sicherheitsgurte Akzente; ein schwarzer Dachhimmel und ein Sport-Dreispeichenlenkrad runden das Bild ab. Serienmäßig umfasst die First Edition die Komfort- und Technik-Pakete; Travel- sowie Licht & Sicht-Paket gehören zur Sonderausstattung.

Der Epiq ist ab sofort bestellbar.

Über die Autoren

Jahresabo ab 3,99€ pro Monat