Audi A2 e-tron: Klein geht jetzt doch

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Während wir uns noch darüber ärgern, dass die Premiums nur noch große Autos bauen, weil die kleinen keine Margen bringen, erfreut uns Audi mit einer guten Nachricht. Grad viel zu sehen ist halt noch nicht.

Audi A2 e-tron

• Audi bringt mit dem A2 e-tron ein kompaktes Elektroauto für urbane Zielgruppen auf den Markt.
• Fokus auf Effizienz, Alltagstauglichkeit und digitale Vernetzung.
• Produktion in Ingolstadt stärkt Standort Deutschland und Audis Elektrostrategie.

Elektrische Zukunft im Kompaktformat: Audis Vorschlag für die urbane Mobilität

Audi steht an einem Wendepunkt. Auf der Annual Media Conference kündigt CEO Gernot Döllner eine Modelloffensive an, die den Wandel zur Elektromobilität greifbar macht. Denn wenn auch jetzt auf einmal alle technologieoffen sind und "diversifizieren" wollen: Die Elektromobilität ist ja nicht abgesagt. Man hat ihr nur, je nach Sichtweise, einen Schraubenschlüssel ins nicht vorhandene Getriebe geschmissen bzw. ihr jetzt etwas mehr Zeit zur schönen Entfaltung verschafft.

Wie auch immer. Im Zentrum hier steht der neue A2 e-tron – ein Fahrzeug, das nicht nur technisch, sondern auch emotional den Einstieg in die elektrische Audi-Welt ermöglichen soll. Er hat ja auch einen schönen Namenspatron, wir erinnern uns: Der A2 hat vor knapp mehr als 25 Jahren als erstes 3-Liter-Auto die Welt verändern wollen. Die Leute sind dann aber nicht so darauf abgefahren.

Worauf sie auch nicht so abfahren: Große, schwere, vor allem teure Elektroautos. Das entdeckten die edlen Hersteller gerade bei der Durchsicht ihrer Absatzzahlen und Bilanzen. Die Chinesen kaufen ihren eigenen Kram, wenn überhaupt, die USA verlieren gerade alles und jeden, und in Europa, naja. Sagen wir so: Wir bleiben gemäßigt. Eh besser.

Produktion, Strategie und Zukunft: Audis elektrischer Ausbauplan

Also setzt sich gerade die Erkenntnis durch, dass man E-Mobility nicht über infantile Beschleunigungswerte und schwarze Unsympathler-SUVs verkauft, sondern mittels vernünftig dimensionierter, erreichbar eingepreister Normalo-Autos. Das wäre dann ja auch der Sinn der Transformation.

Der neue A2 e-tron ist also Teil dieser Transformation. Produziert wird die vollelektrische Baureihe in Ingolstadt. Damit bekennt sich Audi zum Standort Deutschland und zur industriellen Zukunft Europas. Für Döllner ist das ein entscheidender Schritt: Elektromobilität „made in Germany“ soll Innovation bringen und Arbeitsplätze sichern.

Mit über 20 neuen Modellen in den Jahren 2024 und 2025 hat Audi bereits das jüngste Portfolio im Wettbewerb aufgebaut. 2026 setzt das Unternehmen diesen Kurs fort. Ganz oben wird sich heuer noch der Q9 dazugesellen, ein explosionsmotorisiertes Auto, das zum Zeitpunkt seiner Planung noch vor allem für China und die USA gedacht war. Jetzt muss man halt schauen, was sie im Nahen Osten dazu sagen, oder sonst wo. Und ganz unten kommt der A2 e-tron dazu. Er wird noch heuer im Herbst vorgestellt. Wir freuen uns.

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