Spacig, unverkrampft, praktisch, aber nicht langweilig: Der neue Nissan Leaf wirkt wie ein Auto, das im urbanen Raum der Zukunft seinen Platz finden kann.
Positionierung und Design des Nissan Leaf
Bei SUV-Coupés denkt man ja immer gleich an so Mordstrümmer, aber der Nissan Leaf ist ein Elektroauto der Kompaktklasse, somit also unter dem Ariya positioniert, der schon viel mehr Viech ist. Der Leaf teilt sich also der Konzernlogik folgend eine Plattform mit dem Renault Mégane E-Tech, namentlich CMF-EV/AmpR Medium, setzt aber bei Motor und Batterie auf eigene Impulse: Auf gleicher Fläche bringt Nissan 75 kWh unter, bei Renault sind es nur 60. Auch die Ladeleistung ist um bis zu 30 kW höher, dazu später noch ein Wort.
Platztechnisch, also speziell beim Kofferraum, ist man bei einem BEV meist auf der großzügigen Seite, das ist auch hier so: 437 Liter sind für einen Kompakten mehr als anständig, Frunk gibt es keinen (bei Konkurrenten wie VW ID.3 oder Opel Astra aber auch nicht). Der Leaf wirkt aus manchen Blickwinkeln jedenfalls wie ein Auto aus einer Klasse höher, bullig, aber nicht plump, jedenfalls erwachsen. Das dicke Zweispeichenlenkrad und das horizontal gedehnte Cockpit sorgen für ein erhabenes Gefühl hinterm Steuer, auch das Fahrverhalten schlägt in dieselbe Kerbe: unaufgeregt, solide, komfortabel. Angenehm im Alltag.
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