Verspäteter Nachruf: Jochen Mass

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"Der ideale Leistungssportler" – so beschrieb Dieter Stappert in „Gesellschaft mit begrenzter Haftung“ Jochen Mass. Er war Seemann, Ballonfahrer, Abenteurer, F1-GP- und Le Mans-Sieger, DRM-Meister. Heuer wäre er 80 Jahre alt geworden.

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Spanien-GP von 1975, der erste und einzige Sieg von Mass in der F1, der ihm gar nichts bedeutet hat. Der Grund: In Runde 26 ereignet sich ein folgenschwerer Unfall, Stommelen wird schwer verletzt, vier Streckenposten und Fotografen sterben. Erst vier Runden später wird abgebrochen, zu diesem Zeitpunkt lag Mass in Führung.

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Jochen Mass und der geplante Nachruf von Herbert Völker

Unmittelbar nach dem Tod von Jochen Mass am 4. Mai 2025 teilte unser langjähriger Chefredakteur Herbert Völker mit, dass er für die autorevue einen Nachruf verfassen wolle. Wer sonst, wenn nicht Völker – er teilte sich mit Mass mehrmals das Cockpit. „Mit Jochen Mass habe ich unheimlich viel zu quatschen“, schreibt Völker über die gemeinsame Ennstal-Classic 1995. „Ich kenne ihn seit Nikis March-Zeiten, aber unser Schlüsselerlebnis war die Oase Iferouane in einer schrecklich feindlichen stockfinsteren Wüste bei Paris-Dakar 1984. Ich werde nie vergessen, wie er mir beim Kampf ums Benzin half, statt seine drei oder vier Stunden Schlafpause zu nützen, und wie der Kraftlackel dann mit dem eroberten 200-Kilo-Faß umging, und er sagt, er wird nie vergessen, wie ich danach eine Beaujolais-Flasche aus unserer Alu-Box fischte.“

Doch auch Völker ereilte 2025 dasselbe Schicksal, und zwar ein Monat später. Zu einem Nachruf ist es also leider nie gekommen, selbst hätten wir uns es nicht angemaßt, auch wenn ich unser Treffen bei der Pannonia Carnuntum 2019 – mein erster Kontakt zu einem Motorsportler aus den guten alten Zeiten dieses Genres – in lebendiger Erinnerung behalten habe. Wir haben den Moment letztes Jahr aus erklärtem Grund verpasst, das wollen wir jetzt nachholen. Das Buch „Jochen Mass. Eine Rennsport-Ikone“ gibt aktuellen Anlass dazu.

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