Test Nio ET5 Long Range

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Wiedersehen mit einem Unbekannten: Als sportliche Elektro-Limousine kennt man den Nio ET5 längst nicht so gut, wie er glaubt, einen zu kennen. Erkenntnisse über allerlei Details, eine kulinarische Farbe und das flotte Ganze

Überblick

Nio ET5 Long Range
€ 68.790,–
Preis
2 Elektromotoren, Allradantrieb
Motor, Antrieb
360 kW (490 PS)/100 kW (136 PS)
Leistung/Dauerleistung
ca. 450 km im Test
Reichweite

KI-Assistentin NOMI Mate: Der Nio ET5 verfügt über eine optionale KI-Sprachassistentin (690 Euro Aufpreis), die Funktionen steuert und Passagiere, die das mögen, fotografiert.
Starke Leistung: Zwei Elektromotoren mit 490 PS und 700 Nm sorgen für sportliche 4,0 Sekunden von 0-100 km/h, die 100-kWh-Batterie bietet 90 kWh nutzbare Kapazität.
Fast ein wenig Premium-Positionierung: Mit 68.790 Euro für die Long-Range-Version positioniert sich der ET5 als vollausgestattete Elektro-Limousine, nicht als Preisbrecher.

NOMI Mate: KI-Assistentin mit Gesichtserkennung im Nio ET5

Der Nio ET5 begrüßt beim Einsteigen mit einem freundlichen „Schön, dich wiederzusehen!" – selbst dann, wenn man davor noch nie dringesessen ist. Eine derart unscharfe Gesichtserkennung würden sich die chinesischen Regimekritiker im eigenen Land wünschen, wahrscheinlich werden die veralteten Modelle an die Autoindustrie weitergereicht. Ein wenig aufdringlich könnte man die Begrüßung aber in Österreich empfinden, denn mittig am Armaturenbrett des ET5 sitzt eine Kugel mit einem Gesicht drauf, und die Augen verfolgen den Fahrer bis zum Aussteigen. Die begrüßende Stimme kommt wohl von dort.

Die Frage, ob man das mag, muss man sich ohnedies schon beim Kauf stellen: Die Kugel heißt NOMI Mate, ist die KI-Sprachassistentin und kostet 690 Euro Aufpreis, sie steuert etliche Funktionen im Auto und knipst auf Wunsch die Passagiere. Wir vermuten, dass Kinder unter sieben Jahren auf jeden Fall für den Kauf plädieren.

Dass der Nio ET5 auch von außen aus dem von China herbeiströmenden SUV-Gemenge raussticht, liegt nicht nur an seiner Farbe, die an eine Sauce Hollandaise erinnert, sondern an seiner Grundform. Man könnte ihn auch aus der Nähe noch mit einem Tesla Model 3 verwechseln, was gewiss auch daran liegt, dass Tesla wie Nio beim Design auf Exzessives oder Umstürzlerisches verzichtet: gestreckte, viertürige Silhouette, geleuchtet wird vorne wie hinten aus schmalen Schlitzen. Einzige stilistische Auffälligkeit des Nio sind Kameras und Sensoren an der vorderen Dachkante. Damit wirkt der ET5, als hätte man die Taxi- und Einsatzfahrzeug-Vorrüstung mitbestellt, würde tadellose nebenberufliche Möglichkeiten eröffnen. Tatsächlich schauen hier Kameras und LIDAR in die Gegend, so bekommen die vielen Assistenten ihre Informationen.

Mit dem ET5 ist also auch Nio in Österreich präsent, das Modellangebot ist bereits umfangreich: Der ET5 kommt als Limousine, EL6 und EL8 sind SUV, der Firefly gibt den noblen Kleinwagen. Den ET5 gibt's auch als Kombi, da hängen kaum Erinnerungen an Tesla dran.

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