Test Firefly

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Kleines Auto, elektrisch, aus China, nicht eben billig: Da ist man gleich einmal vorsichtig. Und wird davon überrascht, dass es auch heute noch gute Überraschungen gibt. 

Überblick

Firefly
29.990 Euro
Preis
max. 143 PS
Leistung
41,2 kWh
Batteriekapazität
330 km
Reichweite

• Durchdachtes Gesamtkonzept statt Hightech-Spielerei: Der Firefly überzeugt nicht durch technische Spitzenwerte, sondern durch intelligente Konzeption mit praktischen Details wie Sakkohaken, cleveren Staufächern und 492 Liter Gesamtstauraum.
• Herausragendes Lenkrad-Design: Das Hypersquare-ähnliche Lenkrad ohne Multifunktionsüberfrachtung verbessert die Beweglichkeit deutlich und wird zum Highlight des Fahrerlebnisses.
• Realistische E-Mobilität für Stadt und Umland: Mit 41 kWh Batterie und unter 300 km Winterreichweite ist der Firefly klar positioniert – praktisch, unkompliziert und spaßig für den urbanen Einsatz, allerdings zu einem gehobenen Preis.

Einstieg mit Hindernissen: Schlüsselkarte und erste Eindrücke

Nicht alles, was modern und hip ist, ist auch eine gute Idee. Mittlerweile ein Klassiker des falsch verstandenen Fortschritts: die virtuellen Außenspiegel. Aktuell schafft es die Schlüsselkarte in die Top one. Die geht so, das man eine Chipkarte an einen bestimmten Punkt auf der Karosserie hält, und dann geht das Auto auf, oder auch nicht. Man muss diesen Punkt nämlich sehr genau treffen, und wenn die Karosserie etwa dort ein bissl schmutzig ist, man den Punkt nicht sieht und daher die Karte ungenau hinhält, passiert nichts, außer, dass die Passanten was zum Lachen haben. Passiert im Winter öfters, passierte uns beim Firefly mehrmals. Beim ersten Mal wussten wir nicht, wo dieser Punkt überhaupt ist, entsprechend waren wir im roten Bereich, als wir nach zehn Minuten Karte überall hinhalten und an diversesten Stellen reiben endlich im Auto waren. Dass unser davon angefachter Hass auf moderne Autos im Allgemeinen und Firefly im Besonderen innerhalb von wenigen Minuten verflogen war, kann nur bedeuten, dass wir da offenbar in ein besonders erfreuliches Auto eingestiegen sind.Und da haben wir auch schon die zentrale Eigenschaft des Firefly: Er ist erfreulich. Er ist weder in irgendeiner Disziplin besonders leistungsstark noch hat er irgendein technisch herausragendes Feature – er ist einfach als Gesamterscheinung gut konzipiert und intelligent gemacht.Man hat nämlich bei immer mehr Herstellern das Gefühl, die strangulieren sich selbst, weil sie elektronisch dermaßen viel können, dass sie gar nicht mehr daran denken, was sich der normale Mensch eigentlich von einem Auto wünscht. Der normale Mensch muss sich in seinem Alltag durchaus noch mit Hardware abgeben.

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