
Gerade solche Supersportwagen nähren unsere Zuversicht, dass es sich doch auszahlen könnte, die Welt zu retten.
Ein neuer Stier betritt die Bühne
Wieder ein Helden-Stier, auch wenn man ins 18. Jahrhundert zurückgreifen muss. Mutig, kühn, ein echter Kämpfer. Temerario. Mehr Bedeutung als Klang, aber immer noch besser als Cyberster. Erst noch unser Dank, gerichtet an den Vorgänger Huracán, erfolgreichster Lamborghini aller Zeiten, 70.000 verkaufte Exemplare. Er hat den heute folgenden Komparativ, eigentlich eine hausgemachte Revolution, ermöglicht – und, gleich wörtlich genommen, liefert der from scratch, also von der ersten Skizze an in Sant’Agata entworfene V8 Turbo 800 PS bei unfassbaren 10.000 Revolutions, Umdrehungen pro Minute, da möchte man die mittlere Kolbengeschwindigkeit gar nicht ausgerechnet haben mitsamt der zwanghaften Vorstellung, dass es bei jedem Arbeitstakt einen oberen und einen unteren Totpunkt gibt, also jeweils Stillstand. Der gesamte Drivetrain wurde bei Lamborghini entwickelt, weil Audi, anders als damals mit dem R8, kein Eigeninteresse mehr hat. Abgesehen davon, dass es einen Supersportwagenhersteller weniger gibt, ist das kein Nachteil. Lamborghini allein zu Haus.
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