
Tiggo 4. Mit 4,3 Metern Länge ist das Modell im erfolgsträchtigen Kompakt-Segment verortet. 163 PS sind gut für spritziges Fahrverhalten, das Hybridsystem hilft beim Benzinsparen.
©WERKDer österreichische Automarkt bekommt einen weiteren ernstzunehmenden Mitspieler aus China. Mit Chery startet einer der größten chinesischen Fahrzeughersteller offiziell in Österreich und bringt gleich eine komplette SUV-Familie an den Start.
Während viele europäische Kunden die Marke bislang noch nicht so genau kennen, zählt Chery weltweit längst zu den Schwergewichten der Branche: Mehr als 18 Millionen produzierte Fahrzeuge, über fünf Millionen exportierte Autos und eine Präsenz in mehr als 120 Ländern sprechen eine deutliche Sprache.
Der offizielle Marktstart wurde Anfang Juni bei einer als Familienfest gestalteten Veranstaltung in der Wiener Ottakringer Brauerei gefeiert, im Mittelpunkt standen jedoch weniger Showeffekte, als vielmehr die Fahrzeuge selbst und die Botschaft dahinter: Chery will sich als familienorientierte Marke mit moderner Technik, umfangreicher Ausstattung und attraktiven Preisen etablieren.


Tiggo 8. Für Hockeymoms, Fußballväter und andere, die immer wieder mal erhöhten Transportbedarf haben, das ideale Auto. Wenn nicht alle Plätze besetzt sind, hat man fast 2000 Liter Kofferraumvolumen.
© WERKVom Exportweltmeister zum Europa- Angreifer. Die Geschichte von Chery beginnt 1997 in China. Was damals als regionaler Hersteller startete, entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer der erfolgreichsten chinesischen Automarken überhaupt. Besonders bemerkenswert ist die internationale Entwicklung. Seit 23 Jahren führt Chery die Exportstatistik chinesischer Pkw-Hersteller an. 2025 schaffte die Chery Group den Sprung auf Platz 233 der Fortune Global 500 – verbunden mit dem größten Aufstieg aller Automobilhersteller im Ranking.
Lange galt Europa für chinesische Hersteller als schwierigstes Pflaster überhaupt. Doch die Vorzeichen haben sich geändert. Während viele Kunden früher chinesischen Marken skeptisch gegenüberstanden, sorgen heute moderne Plattformen, umfangreiche Sicherheitsausstattung und wettbewerbsfähige Preise für deutlich mehr Aufmerksamkeit. Chery will diese Entwicklung nutzen und seine europäische Präsenz konsequent ausbauen. Österreich ist dabei ein weiterer Baustein in einer größeren Strategie.


Tiggo 9. Das Flaggschiff der Modellpalette, zu haben um weniger als 50.000 Euro. Der Siebensitzer wird von einem Plug-in-Hybridsystem angetrieben, kann also auch rein elektrisch fahren. Und zwar über 140 km weit.
© WERKTiggo als Erfolgsmodell. Herzstück des Europa-Auftritts ist die Tiggo- Baureihe. Die Modellfamilie hat sich in zahlreichen internationalen Märkten zu einer mittlerweile tragenden Säule der Marke entwickelt und deckt nahezu alle wichtigen SUV-Segmente ab. Von kompakten Stadt-SUVs bis hin zu großen Siebensitzern reicht das Angebot.
In Österreich startet Chery gleich mit vier Modellen: Tiggo 4, Tiggo 7, Tiggo 8 und Tiggo 9. Gemeinsam sollen sie unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, folgen aber einer gemeinsamen Philosophie: viel Platz, moderne Technik und ein familienfreundliches Konzept.
Den Einstieg bildet der Tiggo 4 HEV. Mit 4,32 Metern Länge positioniert er sich im stark umkämpften Segment der kompakten SUV. Die Kombination aus Hybridantrieb, 120 kW Leistung und einem Preis ab 23.490 Euro macht ihn zu einem hochinteressanten Angebot in seiner Klasse.
Eine Klasse darüber rangiert der Tiggo 7 (ab 28.990 Euro), der für Chery besonders wichtig sein dürfte. Das Modell wird sowohl mit klassischem Verbrennungsmotor als auch als Hybrid und Plug-in-Hybrid angeboten. Mit bis zu 205 kW Systemleistung und einer angegebenen Gesamtreichweite von bis zu 1200 Kilometern soll er die Brücke zwischen Alltag, Langstrecke und Elektrifizierung schlagen.
Der Tiggo 8 (ab 37.990 Euro) richtet sich an Familien mit größerem Platzbedarf. Bis zu sieben Sitzplätze und ein flexibel nutzbarer Innenraum machen ihn zum klassischen Familien-SUV. Kofferraumvolumen je nach Sitzkonfiguration: bis zu 1930 Liter.
An der Spitze der Modellpalette steht der Tiggo 9. Mit 315 kW Systemleistung, Plug-in-Hybrid-Allradantrieb und bis zu 144 Kilometern elektrischer Reichweite setzt der Tiggo 9 auf eine Mischung aus Komfort, Leistung und Sicherheitsausstattung zu einem Preis ab 47.990 Euro.
Zehn Airbags, zahlreiche Assistenzsysteme und ein variabler Innenraum verankern das Modell im oberen SUV-Segment.


Tiggo 9. Wie premium das Auto ist, zeigt nicht zuletzt der Innenraum: edel bis ins Detail.
© WERKHybrid statt Entweder-oder. Auffällig ist die Antriebsstrategie. Während manche Hersteller ausschließlich auf Elektroautos setzen und andere weiterhin stark auf Verbrenner vertrauen, verfolgt Chery einen breiteren Ansatz. Die hauseigene „Chery Super
Hybrid“-Technologie soll die Vorteile beider Welten verbinden und insbesondere Kunden ansprechen, die den Umstieg auf reine Elektromobilität noch nicht vollziehen wollen.
Gerade in Österreich dürfte diese Strategie auf Interesse stoßen. Der Markt zeigt zwar eine wachsende Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen, gleichzeitig bleiben Reichweite, Ladeinfrastruktur und Anschaffungskosten für viele Käufer wichtige Entscheidungskriterien: Plug-in-Hybride und Vollhybride gelten weiterhin als attraktive Übergangslösung.
Neue Konkurrenz für etablierte. Mit fairen Preisen für komplett ausgestattete Autos positioniert sich Chery offensiv. Die Marke tritt damit direkt gegen etablierte europäische, japanische und koreanische Hersteller an.
Eine Rechnung, die wohl aufgehen wird. Fest steht nämlich: Chery kommt nicht als Start-up oder Nischenanbieter nach Österreich. Hinter der Marke steht ein globaler Konzern mit Millionen Kunden, umfangreicher Produktionserfahrung und ehrgeizigen Wachstumszielen. Die Tiggo-Familie kann nun beweisen, dass sich dieser Erfolg auch auf Europas anspruchsvolle Märkte übertragen lässt. Für die Kunden bedeutet das vor allem eines: mehr Auswahl in einem SUV-Markt, der spannender wird als je zuvor.
Für den Vertrieb konnte man Lagermax gewinnen, eines der führenden Logistikunternehmen des Landes – der Grundstein für eine reibungslose Markteinführung ist also gelegt.
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