Seht scharf hin, das ist der Böseste auf Erden!

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Dass es sowas Schönes noch gibt! Wer dachte, Elektrifizierung und eisenharte Sportlichkeit schließen einander aus, bekommt mit Audi RS 5 eine gut verständliche Antwort.

Überblick

Audi RS 5

• Erster Hochleistungs-Plug-in-Hybrid von Audi Sport: 470 kW (639 PS) Systemleistung, 0–100 km/h in 3,6 Sekunden und optional 285 km/h Topspeed.
• Weltpremiere: quattro mit Dynamic Torque Control – elektromechanisches Torque Vectoring im Hinterachsgetriebe, reagiert in nur 15 Millisekunden.
• Alltagstauglichkeit trifft Rennsport-DNA: bis zu 87 km rein elektrische Reichweite (EAER City), Bestellstart Q1 2026, Markteinführung Sommer 2026.

Audi RS 5 als erster Hochleistungs-PHEV: 639 PS und gesunde RS-Gene

Es ist ein, wie soll man sagen: Feuerzeichen in der Geschichte von Audi Sport: Der neue Audi RS 5 ist der erste Hochleistungs-Plug-in-Hybrid, der unter dem so segensreich giftigen RS-Banner erscheint. Zum ersten Mal kombiniert Audi Sport einen 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 375 kW (510 PS) mit einer 130 kW starken E-Maschine – das Ergebnis ist eine Systemleistung von beeindruckenden 470 kW, was 639 PS entspricht, sowie ein maximales Systemdrehmoment von 825 Nm. Auf 100 km/h beschleunigt der RS 5 in nur 3,6 Sekunden, optional ist eine Höchstgeschwindigkeit von 285 km/h möglich.

Was den RS 5 von einem bloßen Hybrid-Sportwagen unterscheidet, ist seine konsequente RS-Philosophie. Der weiterentwickelte 2,9-Liter-V6-TFSI-Biturbo setzt dabei auf ein modifiziertes Miller-Brennverfahren, das die Einlassventile früher schließt und dadurch den Wirkungsgrad spürbar steigert. Dank wassergekühlter Ladeluftkühler, einem optimierten Einspritzsystem unter höherem Druck sowie einer komplett neu konzipierten Luftansaugung liefert der Motor mehr Leistung bei gleichzeitig bis zu 20 Prozent reduziertem Verbrauch im Hochlastbereich. Die E-Maschine, konstruiert als sogenannter Außenläufer, steuert zusätzlich 460 Nm Drehmoment bei und sorgt für ein unmittelbares, spontanes Ansprechverhalten bereits aus dem Stand. Der Motorstart selbst erfolgt rein elektrisch – ein klassischer 12-Volt-Anlasser gehört der Vergangenheit an.

Das Hochvoltsystem basiert auf einer 25,9-kWh-Batterie (netto 22 kWh), die im Hinterwagen unterhalb des Kofferraums flach integriert ist. Dank verbesserter Zellchemie stellt sie auch bei niedrigem Ladezustand und extremen Außentemperaturen mehr elektrische Leistung bereit als die Vorgängergeneration. Die rein elektrische Reichweite beträgt bis zu 84 Kilometer (EAER) bzw. bis zu 87 Kilometer (EAER City) – damit ist der RS 5 nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch im Alltag stadtauglich. Geladen wird mit bis zu 11 kW Wechselstrom, die Batterie ist so in nur 2,5 Stunden vollständig aufgeladen.

quattro mit Dynamic Torque Control: Die Weltpremiere im Hinterachsgetriebe

Das technisch bedeutendste Novum des neuen RS 5 ist zweifelsohne das elektromechanische Torque Vectoring im Hinterachsgetriebe – eine Weltneuheit in der automobilen Großserienproduktion. Audi Sport bezeichnet diesen Antriebsstrang als quattro mit Dynamic Torque Control. Das System setzt sich aus einer zentralen Fahrdynamikregelung, einem wassergekühlten Hochvoltaktuator als permanent erregte Synchronmaschine mit 8 kW Leistungsaufnahme und 40 Nm Drehmoment, einem mechanischen Überlagerungsgetriebe sowie einem klassischen Differenzial mit geringem Sperrwert zusammen. Das Ergebnis ist eine Verteilung der Antriebskraft zwischen den Hinterrädern, die in ihrer Präzision und Geschwindigkeit ihresgleichen sucht, vermutlich erfolglos: Innerhalb von nur 15 Millisekunden – rund zehnmal schneller als ein menschliches Augenzwinkern – erzeugt das System 90 Prozent seiner vollen Leistung von bis zu 2.000 Newtonmeter Differenzmoment.

Was das System von rein mechanischen Lösungen abhebt, ist seine Bidirektionalität: Das elektromechanische Torque Vectoring arbeitet sowohl im Zug- als auch im Schubbetrieb und beim Bremsen zuverlässig – unabhängig davon, in welche Richtung die Kräfte wirken. Die Fahrdynamikregelung (HCP1) analysiert dazu permanent eine Vielzahl von Eingangsgrößen wie Lenkwinkel, Fahr- und Bremspedalstellung, Längs- und Querbeschleunigung, Gierrate, Schwimmwinkel sowie den geschätzten Reibwert. Mit einer Rechenfrequenz von 200 Hz – also alle fünf Millisekunden – berechnet das System das optimale Differenzmoment und setzt es unmittelbar um. Bei zügigen Kurvenfahrten lässt das System den RS 5 agiler einlenken, bei einem plötzlichen Spurwechsel auf der Autobahn sorgt es für Stabilität und Spurtreue.

Ergänzt wird das Torque Vectoring durch ein komplett neu entwickeltes, selbstsperrendes Mittendifferenzial mit Grundsperrmoment – die höchste Ausbaustufe des quattro-Antriebs. Es verteilt die Momente variabel zwischen Vorder- und Hinterachse, von 70/30 bis maximal 15/85 Prozent, und stellt sicher, dass die Achsen auch dann gekoppelt bleiben, wenn vom Differenzial kein Drehmoment übertragen wird. Das zahlt sich besonders beim Einlenken in Kurven aus: Das initiale Untersteuern wird minimiert, das Fahrzeug dreht präziser und agiler ein.

RS-Fahrwerk und Fahrmodi: Von komfortablem Gleiten bis zum kontrollierten Drift

Das Fahrwerk des neuen Audi RS 5 ist eine Meisterleistung. Das behauptet zwar Audi, aber wir wollen es einmal vorweg und ungeprüft glauben. Vorne und hinten sorgen Fünflenkerachsen für optimale Aufnahme von Längs- und Querkräften. Die Vorderachse profitiert von neuen Schwenklagern, Führungslenkern und Gummilagern, während Audi Sport die Hinterachse aufgrund der notwendigen Anpassungen für den quattro mit Dynamic Torque Control komplett neu entworfen hat. Im Vergleich zum Grundmodell wurde die Karosserie um rund zehn Prozent versteift – das reduziert Verwindungen bei hohen Belastungen und intensiviert die Verbindung zur Fahrbahn spürbar. Mit einem Leergewicht von 2.355 kg (Limousine) bzw. 2.370 kg (Avant) bringt der RS 5 das nötige Fundament für seine Fahrleistungen mit. Das neue RS-Sportfahrwerk mit 2-Ventil-Dämpfer-Technologie ermöglicht eine unabhängige Regulierung der Dämpfung beim Einfedern und Ausfedern – das Ergebnis ist eine außergewöhnliche Spreizung zwischen komfortablem Alltags- und enorm sportlichem Fahrerlebnis.

Das integrierte Bremsregelsystem (iBRS) des RS 5 ist ein vollständig blendingfähiges Brake-by-Wire-System. Beim Bremsen nutzt es zunächst ausschließlich die Rekuperation zur Verzögerung und greift erst bei höherem Bremsbedarf auf die mechanischen Radbremsen zurück. Serienmäßig sind 20-Zoll-RS-Stahlbremsen mit 420 mm vorne und 400 mm hinten verbaut, optional stehen 21-Zoll-RS-Keramikbremsen zur Verfügung – mit 440 mm vorne und erstmals in diesem Segment auch an der Hinterachse, mit 410 mm. Die Keramikbremsen sind rund 30 Kilogramm leichter als ihre Stahlpendants, enorm hitzebeständig und deutlich langlebiger. Das Ergebnis: Aus 100 km/h kommt der RS 5 in bemerkenswerten 30,6 Metern zum Stillstand.

Die Spreizung der Audi drive select-Modi macht den RS 5 zum Alleskönner: Im EV-Modus, verfügbar in comfort und balanced, gleitet er lautlos durch die Stadt. Im Modus dynamic reagiert er direkter und mit spürbarer Heckbetonung. Der neue Modus RS torque rear ermöglicht kontrollierte Drifts auf nicht-öffentlichen Strecken und wird von der Audi driving experience-Funktion mit präziser Erfassung von Rundenzeiten, Distanzen und Driftwinkeln begleitet. RS sport wiederum steht für maximalen Vortrieb ohne Kompromisse. Dazu kommt eine Boost-Funktion, die auf Knopfdruck zehn Sekunden lang maximale Beschleunigung freisetzt – inklusive dem charakteristischen Öffnen der RS-Sportabgasanlage für ein emotionales Klangerlebnis. In den Modi RS sport und RS torque rear hält das System einen Batterieladezustand von 90 Prozent vor, um stets die volle elektrische Unterstützung für das Torque Vectoring und spontane Leistungsabrufe zu gewährleisten.

Audi RS 5 Design und Ausstattung: Unverkennbar RS, innen wie außen

Im Vergleich zum Basismodell Audi A5 ist der RS 5 vorne und hinten auf jeder Seite mehr als vier Zentimeter breiter, die ausgestellten Radhäuser verweisen deutlich auf die RS-Breitbauweise und zitieren die Ahnen bis hin zum legendären Ur-quattro. An der Front dominiert der dreidimensionale Singleframe mit RS-spezifischer Wabenstruktur, flankiert von Air Curtains, die den Luftstrom optimal um die Vorderräder lenken. Am Heck setzt der aerodynamisch gestaltete Diffusor mit vertikalen Finnen ein klares Statement, dazu kommen die ovalen, matt-schwarzen Endrohre der RS-Sportabgasanlage mit stufenlos verstellbaren Abgasklappen. Die abgedunkelten Matrix LED-Scheinwerfer mit ihrer digitalen Tagfahrlicht-Signatur im stilisierten Zielflaggen-Design sorgen für einen unverwechselbaren Auftritt – Tag wie Nacht. Die Heckleuchten in digitaler OLED-Technologie der zweiten Generation setzen das Zielflaggen-Motiv fort und integrieren ein Kommunikationslicht, das andere Verkehrsteilnehmer vor Unfall- und Pannenstellen warnt.

Auch im Innenraum lässt der RS 5 keine Wünsche offen. Das Cockpit präsentiert sich als hochmoderne, fahrerorientierte Kommandozentrale mit dem Audi MMI Panoramadisplay im Curved OLED-Design, bestehend aus dem 11,9-Zoll-Audi-virtual-cockpit und dem 14,5-Zoll-MMI-Touchdisplay. Serienmäßig ergänzt ein 10,9-Zoll-Beifahrerdisplay das digitale Erlebnis. Die Sportsitze plus mit Wabensteppung bieten erstklassigen Seitenhalt und elektrische Verstellmöglichkeiten inklusive serienmäßiger Massagefunktion. Kundinnen und Kunden wählen aus fünf individuell gestaltbaren Innenräumen – von der lederfreien Grundausstattung mit recyceltem Dinamica über Echtleder-Varianten in Rot oder Grau bis zum exklusiven Audi Sport Paket mit Kontrastnähten in Serpentingrün und messingfarbenen Akzenten.

Das optionale Audi Sport Paket hebt den RS 5 nochmals auf ein höheres Level: größere Lufteinlässe, ein noch dynamischerer Heckdiffusor, die Exklusivfarbe Bedfordgrün Metallic, eine RS-Keramikbremsanlage mit bronzefarbenen Sätteln und Elemente in Carbon Camouflage für Innen und Außen. Produziert wird der RS 5 im Audi-Werk Neckarsulm, der Bestellstart in Europa ist für das erste Quartal 2026 geplant, die Markteinführung für den Sommer 2026. Preise werden zum Verkaufsstart bekanntgegeben.

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