
Mitsubishi Österreich setzt auf Modelloffensive und strebt 4.000 Zulassungen an
Wachstumspläne nach strategischer Konsolidierungsphase
Mitsubishi Motors Österreich hat auf seiner Jahresauftakt-Pressekonferenz ehrgeizige Wachstumspläne präsentiert. Nachdem die Marke 2025 bewusst auf Konsolidierung setzte, soll in den kommenden Jahren die Marke von 4.000 Neuzulassungen pro Jahr erreicht werden. Im vergangenen Jahr verzeichnete der japanische Hersteller 2.912 Zulassungen bei einem Marktanteil von 1,02 Prozent in einem insgesamt stark gewachsenen österreichischen Pkw-Markt.
Geschäftsführer Heimo Egger erklärte das zurückliegende Jahr zur strategischen Übergangsphase: „2025 war für uns ein Jahr der Konsolidierung und strategischen Neuausrichtung. In einem außergewöhnlich stark wachsenden Markt haben wir bewusst in Strukturen, Portfolio und Zukunftsfähigkeit investiert, um künftig gezielt und nachhaltig zu wachsen." Der österreichische Gesamtmarkt legte 2025 um zwölf Prozent auf 284.981 Neuzulassungen zu, getrieben vor allem durch Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeuge.
Drei-Säulen-Strategie: Händlernetz, Investitionen und Marketing
Das angestrebte Wachstum soll über drei klar definierte Bereiche erreicht werden. Erste Säule ist das stabile Händlernetz mit 65 Haupthändlern für Verkauf und Service, das flächendeckend in ganz Österreich präsent ist. Viele Partner arbeiten seit Jahren eng mit der Marke zusammen. Diese Strategie zahlt sich aus: In unabhängigen Händler-Rankings belegt Mitsubishi Platz eins unter den kleinen Marken und Platz zwei im markenübergreifenden Vergleich.
Als zweite Säule nennt Egger konkrete Investitionen in den Standort Österreich. Dazu gehören neue und modernisierte Schauräume, darunter das Denzel Kundencenter und ein neuer Partnerstandort in Wels. Parallel dazu wird der Rollout der Corporate Identity abgeschlossen und durch verstärkte Marketingaktivitäten ergänzt.
Modelloffensive 2026: Grandis Hybrid und Eclipse Cross Elektro
Die dritte und wohl wichtigste Säule bildet die Modelloffensive 2026. Gleich drei Neuheiten sollen das Portfolio schärfen und neue Kundengruppen erschließen. Der Mitsubishi Grandis startete bereits im Januar als neues Hybrid-Volumenmodell und soll den Erfolg im Hybridsegment ausbauen. Mitsubishi kalkuliert mit rund 1.000 Einheiten pro Jahr.
Im zweiten Quartal folgt der vollelektrische Eclipse Cross als Einstieg in die E-Mobilität. Die Version mit großer Batterie (87 kWh) wird zu einem Listenpreis unter 50.000 Euro angeboten, eine Mid-Range-Variante mit circa 62 kWh bleibt unter 45.000 Euro. Das Zielvolumen liegt bei etwa 150 Einheiten. Damit positioniert sich Mitsubishi im wachsenden Elektrosegment zu vergleichsweise attraktiven Konditionen.
Modellpflege und BLACK Edition Sondermodelle für ASX und Outlander
Auch die bewährten Modelle werden aufgewertet. Der ASX startet ab Januar mit einer neuen 1,2-Liter-Motorisierung, die bisherigen 1,0- und 1,3-Liter-Aggregate entfallen. Der Outlander erhält serienmäßig ab der Ausstattungslinie Invite eine 220-Volt-Steckdose, eine neue Mittelkonsole und ab der Variante Intense einen schwarzen Dachhimmel. Diese Optimierungen basieren auf Rückmeldungen von Kunden und Handelspartnern.
Ab Frühjahr 2026 ergänzen exklusive BLACK Edition Sondermodelle für ASX und Outlander das Angebot. Schwarze Designakzente, glänzend schwarze Leichtmetallfelgen sowie ausgewählte Zweifarblackierungen verleihen beiden Modellen einen markanten Auftritt. Die ASX BLACK Edition betont den sportlichen Charakter, die Outlander BLACK Edition verbindet kraftvolle Präsenz mit hochwertigem Interieur.
ASX bleibt Volumensäule mit über 1.000 Einheiten
In der aktuellen Modellpalette bleibt der ASX mit über 1.000 Kaufverträgen das mit Abstand stärkste Modell und positioniert sich als verlässliche Volumensäule. Der Outlander als emotionales Flaggschiff der Marke verzeichnete knapp 400 Einheiten. Ein wesentliches Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb bleibt das umfassende Service- und Garantieversprechen von bis zu acht Jahren, kombiniert mit einem eigenständigen Design, das die Handschrift von Mitsubishi Motors auch innerhalb der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz klar erkennbar macht.

