
Im dritten Jahr verzeichnete BYD Österreich wiederum 75 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Der SEAL U DM-i war sogar der erfolgreichste PHEV-Pkw am Markt. 2026 startet der Ausbau des 1000-kW-Ladenetzwerks.
Überblick
Marktwachstum und Modellstrategie in Österreich
Der chinesische Automobilhersteller BYD hat im Jahr 2025 in Österreich erneut ein deutliches Wachstum verzeichnet. Mit einer Steigerung der Neuzulassungen um 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr positionierte sich das Unternehmen als die am stärksten wachsende Marke unter den 35 führenden Automarken des Landes. Insgesamt wurden knapp 7.000 Fahrzeuge zugelassen, was einem Zuwachs von rund 3.000 Einheiten entspricht. Danijel Dzihic, Managing Director von BYD Austria, äußerte sich zufrieden über die Entwicklung und kündigte an, im laufenden Jahr erstmals fünfstellige Zulassungszahlen erreichen zu wollen. Unterstützt werden soll dieses Ziel durch das Netzwerk von 50 Händlerstandorten, den für das zweite Quartal geplanten Produktionsstart in Ungarn mit Stahl der voestalpine sowie ein wachsendes Modellportfolio.
Erfolg der Plug-in-Hybrid-Modelle
Besonders erfolgreich entwickelte sich im vergangenen Jahr der SEAL U DM-i, ein Plug-in-Hybrid-SUV mit der Super-Hybrid-DM-i-Technologie des Herstellers. Mit knapp 1.600 zugelassenen Einheiten war das Modell das meistverkaufte Plug-in-Hybrid-Fahrzeug in Österreich. Neben den rein elektrischen Modellen SEALION 7 und SEAL U etablierten sich die Plug-in-Hybride SEAL U DM-i und SEAL 6 DM-i Touring vor allem bei Privatkunden als zweites Erfolgsstandbein. Der kürzlich eingeführte Kompakt-PHEV-SUV ATTO 2 DM-i verzeichnete ebenfalls einen starken Start, was auf eine zunehmende Bedeutung der Hybrid-Modelle im Produktportfolio hindeutet.
Ausbau der Ladeinfrastruktur mit Flash Charging
BYD plant für 2026 die Einführung der "Flash Charging"-Technologie in Europa und den Aufbau eines eigenen Ladenetzwerks mit mehreren tausend Ladepunkten. An diesen Ladestationen sollen kompatible Elektrofahrzeuge mit bis zu 1.000 kW laden können, was eine Reichweite von 400 Kilometern nach nur fünf Minuten Ladezeit ermöglichen soll. Das System nutzt 400 kWh große LFP-Pufferspeicher, die eine Ladeleistung von 1.000 kW auch an Standorten mit geringer Anschlussleistung von nur 100 kW ermöglichen. Zunächst werden die DENZA-Modelle Z9 GT und D9 diese Technologie nutzen können, später soll sie auch für BYD-Modelle verfügbar sein. Für Österreich werden mindestens 100 Standorte gesucht, wobei sich verschiedene Betreiber von Ladeparks, Kommunen, Unternehmen mit Fahrzeugflotten, Einkaufszentren, Tankstellen, Energieversorger bis hin zu Gewerbetreibenden bewerben können. Die ersten Ladesäulen sollen noch im laufenden Jahr errichtet werden und in Betrieb gehen.

