Alfa Romeo Cuorerosso: Konzeptauto zeigt die Zukunft der Marke

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Alfa Romeo präsentiert auf dem Pariser Autosalon 2026 die Studie Cuorerosso. Das 4,70 Meter lange 2+2-Coupé kombiniert klassische Designelemente mit neuen Bedienkonzepten und gibt einen Ausblick auf künftige Antriebstechnologien.

Alfa Romeo Cuorerosso

Der Cuorerosso ist eine 4,70 Meter lange 2+2-Coupé-Studie mit klassischen Alfa-Romeo-Merkmalen und einer auf reduzierte Formen ausgerichteten Designsprache.
Steer-by-Wire-Lenkung, veränderbare Rundinstrumente, reduzierte Anzeigen und neue Materialkonzepte prägen den Innenraum.
Alfa Romeo plant Elektro-, Plug-in-Hybrid-, Mildhybrid- und Vollhybridmodelle. Auch ein 2,9-Liter-V6-Vollhybrid mit Allradantrieb wird als Möglichkeit genannt.

Design und Abmessungen der Studie

Mit dem Cuorerosso stellt Alfa Romeo auf dem Pariser Autosalon 2026 ein Konzeptfahrzeug vor, das die gestalterische und technische Ausrichtung künftiger Modelle zeigen soll. Eine Serienversion ist nicht vorgesehen. Die Studie folgt der neuen Designphilosophie „Bellezza Necessaria“, bei der überflüssige Gestaltungselemente entfallen und Form und Funktion stärker zusammengeführt werden. Das Centro Stile entwickelte nach einer kurzen Skizzenphase zunächst ein dreidimensionales Grundvolumen ohne Räder, Verglasung oder Anbauteile. Entstanden ist ein 2+2-sitziges Coupé mit 4.700 Millimetern Länge, 1.980 Millimetern Breite und 1.331 Millimetern Höhe. Der Radstand beträgt 2.930 Millimeter, das angegebene Gewicht 1.750 Kilogramm. Die Karosserie verbindet eine keilförmige Seitenlinie mit einem abgeschnittenen Heck, der sogenannten Coda Tronca. Zusammen mit dem integrierten Diffusor ergibt sich laut Hersteller ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,28. An der Front finden sich der markentypische Scudetto-Grill und die dreiteilige Trilobo-Gestaltung. Hinterleuchtete Dreieckselemente bilden eine pulsierende Lichtsignatur. Das Heck trägt zwei runde Leuchten und eine schildförmige Heckscheibe. Weitere Merkmale sind bündige Scheiben, gegenläufig öffnende Türen, eine berührungsempfindliche Türbetätigung am Dach und geschmiedete Dreispeichenräder mit sechs kreisförmigen Öffnungen. Die Außenspiegel tragen Details in den italienischen Nationalfarben. Zur technischen Ausstattung der Studie zählen eine Luftfederung und Carbon-Keramik-Bremsen von Brembo.

Innenraum, Cockpit und Materialien

Der Innenraum bietet vier Einzelsitze, eine verlängerte Mittelkonsole und ein flach gestaltetes Armaturenbrett, dessen Architektur auf den Alfa Romeo 33 Stradale von 1967 Bezug nimmt. Im Mittelpunkt steht das variable Instrumentensystem „Cannocchiale Vivente“. Im Modus „Immersivo“ erscheinen zwei getrennte Rundinstrumente, während sie im Modus „Concentrato“ mechanisch zu einer Einheit zusammengeführt werden. Dabei reduziert sich auch der angezeigte Informationsumfang. Eine Weiterentwicklung dieser Technik auf Basis der Stellantis-Plattform STLA SmartCockpit ist vorgesehen. Die Lenkung arbeitet nach dem Steer-by-Wire-Prinzip. Das Dreispeichenlenkrad besitzt haptisch und akustisch rückmeldende Bedienelemente. Auf dem Mitteltunnel kombiniert das „Magma Display“ eine digitale Touchfläche mit Drehregler, Fahrmoduswahl und Kippschaltern. Zur Auswahl stehen Cruise, Sport und Quadrifoglio. Bei der Materialauswahl setzt Alfa Romeo auf Nubukleder von Poltrona Frau, Metalloberflächen sowie regeneriertes Leder mit 60 Prozent industriellen Produktionsresten. Hinzu kommen Versuche mit recycelten Carbonfasern und roten Harzen. Ein gemeinsam mit Luna Rossa entwickeltes, transparentes Monofilamentgewebe kommt am Armaturenbrett zum Einsatz. Die Lackierung „Liquid Ink Red“ besteht aus einer feinen Aluminiumbasis und einer transparenten Farbschicht. Je nach Lichteinfall verändert sich der Farbeindruck bis hin zu Schwarz. Im Innenraum verlaufen die Rottöne von intensiven Nuancen im Fahrerbereich zu dunkleren Abstufungen im Fond. Eine integrierte Beleuchtung passt sich dem gewählten Fahrmodus an. Ergänzt wird das Konzept durch eine herausnehmbare Tasche auf der Beifahrerseite.

Antriebe und künftige Modelle

Mit dem Cuorerosso skizziert Alfa Romeo auch seine künftige Antriebsstrategie. Die zum Stellantis-Konzern gehörende Marke will flexible Multi-Energy-Architekturen einsetzen und damit mehrere Marktsegmente mit Fahrzeugen bis 4,70 Meter Länge bedienen. Vorgesehen sind batterieelektrische Antriebe sowie Plug-in-Hybride, Mildhybride und Vollhybride. Auch leistungsorientierte Quadrifoglio-Versionen sollen weiterhin möglich sein. Als denkbare Spitzenmotorisierung nennt Alfa Romeo einen 2,9-Liter-V6 in Vollhybrid-Ausführung, kombiniert mit Q4-Allradantrieb, Wandlerautomatik und einer Kardanwelle aus Carbon. Ob diese Konfiguration tatsächlich in Serie geht, bleibt offen. Ebenso fehlen konkrete Angaben zu Motorleistung, Batteriegröße, elektrischer Reichweite und Fahrleistungen des Konzeptfahrzeugs. Markenchef Santo Ficili, der auch Maserati leitet, bezeichnet die Studie als Ausgangspunkt für eine Modellgeneration, bei der unterschiedliche Antriebstechnologien mit dem bisherigen sportlichen Markenprofil verbunden werden sollen. Innerhalb des Stellantis-Konzerns bleibt Alfa Romeo damit als sportlich ausgerichtete Premiummarke positioniert. Der Cuorerosso dient vor allem als gestalterischer und technologischer Orientierungspunkt. Welche seiner Lösungen in kommende Serienfahrzeuge übernommen werden und wann diese auf den Markt kommen, hat der Hersteller bislang nicht mitgeteilt.

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