Eigentlich hieß der Samba-Bus gar nicht Samba-Bus, sondern eher gar nicht. In Prospekten führte er die trockene Bezeichnung VW Achtsitzer Sondermodell (oder eben Siebensitzer, je nachdem), und Sondermodell stand damals noch für etwas Besonderes, nicht für ein behübschtes Automobil, dessen Beigaben lasche Verkaufszahlen reanimieren sollten. Von schwachem Verkaufserfolg konnte beim VW-Bus Anfang der 50er Jahre ohnehin keine Rede sein, eher im Gegenteil: Er hob an, das mit ihm reifende Wirtschaftswunder zu transportieren und in eine Zukunft zu führen, die wieder nach Schweinebraten schmeckte, nach Bohnenkaffee, Nierentisch und nach Einfamilienhaus, willkommene Abwechslung zu den Trümmerhaufen des Jahrzehnts davor.
Mehr als ein Jahrzehnt alt war da auch schon der VW Käfer, aber es gab ihn lange nicht: Anstatt damit zu fahren, hatte Deutschland Polen überfallen, der Produktionsstopp des Käfers war noch die harmloseste Folge. Für etliche Jahre wurden dann Kübelwagen auf Käfer-Chassis geschraubt, 1945 kam das zivile Modell wieder in Schwung.
