Heute, Straßenbahnstation Schottenring: eine antiquierte Wartungslok der Wiener Linien biegt ums Eck, da wird niemand zusteigen. Hinten hängt nämlich ein Lastenanhänger dran, und der ist besetzt, mit einem Auto, dessen Alter ungebrochene Rüstigkeit vermuten lässt. Derlei Schlüsse sind allerdings unzulässig, wenn es sich um eine Marketingaktion handelt – der neue VW Sharan soll im Bewusstsein der Wiener verankert werden, immerhin muss er gegen ein 15 Jahre lang gefestigtes Sharan-Bild antreten. Der Neue will dies im Zuge einer Händler-Herbstmesse schaffen, wie ein Transparent am Straßenbahn-Hänger vermerkt, immerhin seine Farbgebung passt perfekt zum Herbstlaub.
VW Sharan, Straßenbahn, höchst interessierte Zuschauer.
Der Kalauer „Auch Sharan fährt Straßenbahn" harrt noch seiner Entdeckung durch die Werbe-Kreativen.
Eine Station weiter: Selbes Auto, sonst eh auch fast alles gleich.
Sharan-MarketingEs muss ja nicht immer gleich die erwartete Straßenbahn sein.
So geht es mir. Durch vielköpfige Familie und Firmen car-policy zum Sharan verurteilt. Immerhin hat er jetzt 7 Sitze und kann MP3s spielen. Mehr kann man nicht erwarten.