Während andere noch im Tiefschlaf lagen, so gegen Ende des vorigen Jahrhunderts, verkaufte Kia bereits tüchtig eine neue Fahrzeuggeneration: den Geländewagen, der eigentlich schon eher ein Pkw war und mittlerweile SUV genannt wird. Diese Autos sollten noch zur tragenden Säule einer koreanischen Erfolgsgeschichte werden. Und hier kommt bereits die dritte Generation des Kia Sportage, eines der ersten Vertreter der kompakten SUVs.
Das Auto ist wirklich neu, denn bis auf Teile der Vorderachse und zwei Motoren wurde nichts vom Vorgänger übernommen. Das Design folgt der aktuellen Schreyerschen Linienführung, die ja
als sehr gelungen bezeichnet werden kann, jedenfalls ist von der asiatischen Pummeligkeit nichts mehr übrig. Die Marke Kia gewinnt also schon alleine durch das Design zusehends an Schärfe im Auftritt.
Die Autos für Europa werden im Werk Zilina in der Ostslowakei gebaut, für den Rest der Welt aber auch noch in China und Korea. Und es gibt sogar eine wichtige österreichische Komponente: Der Allradantrieb ist steirisch, wurde bei Magna Powertrain entwickelt und wird in Korea in einem gemeinsamen Werk von Magna und Hyundai-Kia gebaut, was geradezu zwingend darauf schließen lässt, dass bald in allen Kias und Hyundais steirische Allradherzen zu finden sein werden (Kernstück des Systems ist eine Reiblamellenkupplung mit hochgradig vernetzter und damit hochintelligenter elektronischer Steuerung).
Zwei bekannte Motoren (2,0-Liter-Benziner und Diesel) gibt es gleich zu Verkaufsstart im September, zwei neue hubraumschlankere Varianten (siehe Datenkasten) ab Jahresende, die dann auch gleich serienmäßig mit Start-Stopp-Automatik. Die beiden Zweiliter-Aggregate haben ausschließlich Allradantrieb, die sparsamen kleineren Motoren werden mit Frontantrieb kombiniert.
Kias Angebotspalette spiegelt offenbar wider, was weltweit wirklich der Trend der nächsten Jahre sein wird: hochwertige, geräumige und umfassend nutzbare Autos mit sehr moderater Motorisierung, damit die Unterhaltskosten im Rahmen bleiben.