Nicht verkleinert, sondern zellverdichtet, so könnte man das ausdrücken, wenn A8-Werte (und Spezifikationen) auf 4 mal 1,7 Quadratmeter Grundfläche downgesized werden. Dabei kann man miterleben, wie gut die Wiedererkennungswerte, die einen Audi ausmachen, ausgebildet sind: Schon Single-Frame-Kühlergrill, LED-Wimpern und die gewisse C-Säule reichen aus, um die Familiengenealogie herzustellen. O.k., die vier Ringe noch.
Unvorstellbar übrigens, dass es einst Zeiten gab, als Audi-Käufer (die mit den Hosenträgern) das Ringemblem vom Grill entfernten, weil es ihnen peinlich war. Das ist aber vierzig Jahre her.
Heute herrscht pralles Siegesbewusstsein, wie der Name schon klarstellt. Da möchte man nicht Mini oder MiTo heißen.
Keine Abstriche, so könnte der Arbeitstitel des Lastenheftes geheißen haben. Das Design ist jugendlich orientiert, mit frechem Body-zu-Greenhouse-Verhältnis, mit rundumlaufenden Front- und Heckpartien, knappen Überhängen und feistem Dastehen auf 15-Zoll-Felgen (16 Zoll gegen Aufpreis). Und: alles Turbo. Ob TDI oder TFSI, alle vier vorläufig angebotenen Motoren sind auf ihre Weise effizient, allen voran der reibungsoptimierte 1,2 TFSI mit Feinheiten wie reduzierter Kolbendichtungsspannung (dank verringertem Öldruck) oder schnellerem Kühlwasserumsatz zwecks rascher Aufheizung auf Betriebstemperatur.
Cover Autorevue 07/2010