Modellvorstellung Renault Wind

Ist der Beau fort?
Renaults Beitrag zu den kleinen Blechfaltern. Optik? Anders.

Autorevue 8/2010   Autor: Christoph Jordan   Fotos: Werk

Shortcut

Was wir mögen

Wie erwachsen der Wind fährt. Keine Hoppeligkeit wie im Twingo, subjektiv näher beim Mégane als beim Clio. Auch die Optik hat was. Wenn auch erst auf den zweiten Blick.

Was uns überrascht

Der große Kofferraum. Bei jedem Dachzustand.

Was uns fehlt

Mehr Prägnanz an der Front.

Die Konkurrenz

Mini und Mazda MX-5 sind mehr der Sportlichkeit verbunden, kleine CCs wie Peugeot 207, Mitsubishi Colt und Nissan Micra halten vor allem ­geschlossen optisch nicht mit.

Daten

Renault Wind 2 Türen, 2 Plätze, Kofferraum 270 l Länge 383 cm, ab 1131 kg Frontantrieb, 4-Zyl.-16V-Motor 4 Airbags, FB
Renault Wind TCe 100: € 16.990,– 4-Zyl.-16V-Motor, MPI, Turboaufladung, 1149 ccm, 74 kW (101 PS), 152 Nm 190 km/h, 0–100 in 10,5 sec, CO2 145 g/km MVEG-Verbrauch: 8,0/5,3/6,3 (N)
Renault Wind 1,6 135: € 20.790,– R4-Zyl.-16V-Motor, 1598 ccm, 98 kW (133 PS), 160 Nm 201 km/h, 0–100 in 9,2 sec, CO2 165 g/km MVEG-Verbrauch: 9,1/5,7/7,0 (N)
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Erster Rundgang um den Wind, von dem Renault meint, er sei ein Roadster-Coupé: Eine eigenartig hohe Flanke hat er, der Kleine. Wirkt seltsam gedrungen. Dabei wäre das Heck per se recht witzig, denn aus manchen Blickwinkeln blitzt sogar ein Funken Lotus Elise hervor. Die Front hingegen ist leider verwech­selbar und teddybärhaft, aber das ist ein Problem, an dem die ganze Renault-Familie – mit Ausnahme der Sport­mo­delle – laboriert. Hier ist jedenfalls für einigen Gesprächsstoff gesorgt.

Eines ist jedoch unbestritten: Geschlossen sieht er wesentlich besser aus als andere Kleinblechfalter. Doch darum geht es nicht: Hat man erst auf den prima geformten Sportsitzen Platz genommen, beginnt der Wind seine Talente zu entfalten. Das Interieur wirkt im Gegensatz zu dem des Twingo deutlich erwachsener, verzichtet etwa auf die verspielten mittigen Armaturen und bietet nette Details wie Türschlaufen.

Ein Griff zum Spannriegel, ein Knopfdruck auf der Mittelkonsole, schon verschwindet das Dach mit einer elektrischen Rolle rückwärts im Kofferraumdeckel. Im und nicht darunter, weshalb der Renault jederzeit recht beachtliche 270 Liter Kofferraumvolumen aufwartet. Da sollte sich der Kurztrip in den Süden locker ausgehen. Ein weiterer Vorteil der einteiligen Konstruktion (genau genommen ist der Wind ein Targa) ist ihr geringes Gewicht, wodurch sich der Schwerpunkt nicht unnötig nach oben verschiebt. Schade: Der Mechanismus lässt sich nur im Stand bedienen.

Versöhnlich: Man wird mit flinken 12 Sekunden zum Öffnen entschädigt, kürzer dauert ­keine Rotphase an der Ampel.

Cover Autorevue 08/2010

Kommentare

  • gummizwerg99, vor 1 Jahr

    naja raketn iss ja grad net–ob liab schaut a aus. Meina Tochta gfoit a ja-nur leida tunsn in Kanada ned anbietn.

    so ein kramp- die ganzn liabn autos gibts bei uns net

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