Modellvorstellung Mini Coupé

Ernst mit dem Narrenkappl
Die Idee ist klar: Kleinsein ohne Enge und jederzeit solide Kraftentfaltung.

Autorevue 10/2011   Autor: Rudolf Skarics   Fotos: Werk

Shortcut

Was wir mögen

Gut gepflegter Fahrspaß als zentraler Drehpunkt der Idee.

Was uns überrascht

Dass auch diese Variante des Mini eigentständigen Charmen entwickelt.

Was uns fehlt

Vielleicht ein wenig mehr Schenkelauflage bei den Sitzen?

Die Konkurrenz

Keine (in dieser Kombination aus kompakten Abmessungen, Performance und Spaßpotential)

Daten

Mini Coupé 3 Türen, 2 Plätze, Länge 373 cm, Kofferraum 280 l, 4-Zylinder-Turbomotoren, Frontantrieb.
Mini Cooper Coupé: € 22.290,- 1598 ccm, 90 kW (122 PS), 160 Nm, 204 km/h, 0-100 in 9,0 sec, 127 g CO2 pro km, MVEG-Verbrauch ges. 5,4 (E)
Mini Cooper S Coupé: € 26.690,- 1598 ccm, 135 kW (184 PS), 240 Nm, 230 km/h, 0-100 in 6,9 sec, 136 g CO2 pro km, MVEG-Verbrauch ges. 7,1 (E)
Mini John Cooper Works Coupé: € 34.150,- 1598 ccm, 155 kW (211 PS), 260 Nm, 240 km/h, 0-100 in 6,4 sec, 165 g CO2 pro km, MVEG-Verbrauch ges. 7,1 (E)
Mini Cooper SD Coupé: € 27.350,- 1995 ccm, 105 kW (143 PS), 305 Nm, 216 km/h, 0-100 in 7,6 sec, 114 g CO2 pro km, MVEG-Verbrauch ges. 4,3 (D)
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Schon erstaunlich, wie es BMW schafft, aus einer zugegebenermaßen grandiosen Retro-Idee, also aus dem Mini, gleich eine ganze Modellfamilie zu zimmern, mittlerweile mit einem umfassenden Angebot. Jüngstes Mitglied: das Coupé. Von fern mag man die Sinnhaftigkeit einer weiteren Aufsplitterung der Modellfamilie anzweifeln, aber sobald man im Coupé drinnen sitzt, ist klar, dass auch diese Variante gute Chancen hat, Käufer zu finden. Einfach weil das Auto auf seine Art ­authentisch ist. Damit transportiert es den Kern der Botschaft sogar noch schlüssiger als etwa der Countryman.

Die Begründung scheint ­banal: Die Idee vom Kleinsein (was der Jungmini ja eigentlich nie wirklich war) wird durch das Weglassen zweier Sitzplätze noch einmal verdichtet. ­Außerdem wurden mehrere Schlüsseleigenschaften in dieser Version zusätzlich verschärft, allen voran das gokarthafte Fahrgefühl. Auf der anderen Seite: Vermeidung des Eindrucks vom Kleinsein in jenen Punkten, wo es üblicherweise weh tut. So ist das Aus- und Einsteigen um nichts beschwerlicher als in einem ganz normalen Mini. Auch die Kopffreiheit bleibt trotz des stromliniengeformten Dachs voll erhalten. Und das Wichtigste: die Fahrdynamik. Die aufwändige Kombination aus integriertem Dachspoiler und ausfahrbarem Heckspoiler bringt bis 40 kg zusätzliches Gewicht auf die Hinterachse. So verhält sich der Mini dank des Pürzels auch bei höchsten Geschwindigkeiten wie ein richtig großes Auto, vermittelt jedenfalls ein überzeugendes Sicherheitsgefühl. Es soll hier ja nicht verschwiegen werden, dass die Höchstgeschwindigkeit des Cooper Works mit 211 PS beeindruckende 240 km/h beträgt.

Ein Diesel und drei Benzinmotoren stehen insgesamt zur Wahl, wobei der Dieselmotor trotz bekömmlichen Geräuschs und üppiger Kraftentfaltung am wenigsten ins Gesamterscheinungsbild passt, weil er prinzipbedingt nicht wirklich hochgedreht werden kann, was aber irgendwie zum Charakter des kleinen Wilden gehört.

Cover Autorevue 10/2011

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