Die Rücksitzbank besteht serienmäßig aus zwei Einzelsitzen (Dreier-Rücksitzbank ohne Aufpreis erhältlich). Platz genug hat man auch als Erwachsener, allerdings fehlen Armlehnen, und die Ellbogen fallen Rast suchend ins Leere. Auch lassen sich die Rücksitze nicht eben umklappen. Ist aber egal. Der Minifahrer verneigt sich angesichts von 350 bis 1170 Liter Laderaum ohnehin vor Dankbarkeit, und einen zweiten Ladeboden hat der Kofferraum obendrein.
Mini kokettiert zwar ein wenig mit den geringen Überhängen (Offroader-Sprech), die dürften aber eher zufällig denn aus Gatsch-Ambitionen heraus entstanden sein, gehören sie doch zum Erscheinungsbild eines Mini. Auch mit dem Mehr an Bodenfreiheit und einer erhöhten Sitzposition wird der Countryman höchstens zu einer Art SUV. Ein Abenteuer-Kombi, wenn man so will. Das soll nur die Ansprüche klarstellen, nicht die technische Leistung schmälern.
Der Allrad ist kritikfrei. Per elektromagnetischem Mitteldifferenzial wird die Antriebskraft situationsgerecht verteilt. Bis zu 100 Prozent schickt das Differenzial an die Hinterachse. Eine Sperrfunktion ist ebenfalls integriert. Verschneite Straßen auf dem Weg zum Schiausflug sind kein Problem. In den Genuss des 4×4 kommt allerdings nur, wer zum Topdiesel oder -benziner greift. Was aber ohnehin angeraten sei. Den Cooper S hat Mini als beliebteste Motorisierung ausgemacht – 35 Prozent der jährlich bis zu 30.000 Stück (jeder fünfte Mini ist in Zukunft ein Countryman) werden diesen Motor erhalten. Was am US-Boom liegen dürfte. Auf dem alten Kontinent wird wohl Diesel die erste Wahl sein. Schade drum. Der Cooper S packt ordentlich zu. Twin-Scroll-Turbo, Benzindirekteinspritzung, 184 PS: Tempo 215, ganz souverän, ohne betteln zu müssen. Das Ganze mit einem souveränen, wankarmen Fahrwerk. Fürs Wanken wäre der Countryman allerdings ohnehin zu klein.
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