Modellvorstellung Mini Countryman

Du brauchst Veränderung
Mini, gönn dir mal was. Du siehst so gestresst aus in letzter Zeit.

Autorevue 8/2010   Autor: Christian Seidel   Fotos: Werk

Shortcut

Was wir mögen

Die Mittelschiene im Innenraum. Sehen wir sicherlich nicht zum ­letzten Mal. Ein Trend ist geboren.

Was uns überrascht

Das schlüssige Design. Vergisst man den Urahn, steht der Countryman ­sympathisch da.

Was uns fehlt

Vorne Freude an der Knuddeloptik der Instrumente, hinten Armlehnen.

Die Konkurrenz

Frech und anders muss sie sein. ­Deswegen Nissan Cube und Kia Soul. ­Ansonsten die üblichen Viertürer ab vier Meter Länge.

Daten

Mini Countryman 4 Türen, 4-5 Plätze, Kofferraum 350–1170 l Länge 410 cm, ab 1265 kg Front-/Allradantrieb, 4-Zyl.-Motoren, alle mit DI und Turboaufladung
Mini Countryman One: € 20.990,– 72 kW (98 PS), 153 Nm 173 km/h, 0–100 in 11,9 sec, CO2 139 g/km MVEG-Verbrauch: ges. 5,9 (E)
Mini Countryman Cooper: € 23.490,– 90 kW (122 PS), 160 Nm 190 km/h, 0–100 in 10,5 sec, CO2 140 g/km MVEG-Verbrauch: ges. 6,0 (E)
Mini Countryman Cooper S: € 27.690,– 135 kW (184 PS), 240-260 Nm 215 km/h, 0–100 in 7,6 sec, CO2 143 g/km MVEG-Verbrauch: ges. 6,1 (E)
Mini Countryman One D: € 22.590,– 66 kW (90 PS), 215 Nm 170 km/h, 0–100 in 12,9 sec, CO2 115 g/km MVEG-Verbrauch: ges. 4,4 (D)
Mini Countryman Cooper D: € 24.890,– 82 kW (112 PS), 270 Nm 185 km/h, 0–100 in 10,9 sec, CO2 115 g/km MVEG-Verbrauch: ges. 4,4 (D)
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Die Rücksitzbank ­besteht serienmäßig aus zwei Einzelsitzen (Dreier-Rücksitzbank ohne Aufpreis erhältlich). Platz genug hat man auch als Erwachsener, allerdings fehlen Armlehnen, und die Ellbogen fallen Rast suchend ins Leere. Auch lassen sich die Rücksitze nicht eben umklappen. Ist aber egal. Der Minifahrer verneigt sich angesichts von 350 bis 1170 Liter Laderaum ohnehin vor Dankbarkeit, und einen zweiten Ladeboden hat der Kofferraum obendrein.

Mini kokettiert zwar ein wenig mit den geringen Überhängen (Offroader-Sprech), die dürften aber eher zufällig denn aus Gatsch-Ambitionen heraus entstanden sein, gehören sie doch zum Erscheinungsbild eines Mini. Auch mit dem Mehr an Bodenfreiheit und einer erhöhten Sitzposition wird der Countryman höchstens zu einer Art SUV. Ein Abenteuer-Kombi, wenn man so will. Das soll nur die Ansprüche klarstellen, nicht die technische Leistung schmälern.

Der Allrad ist ­kritikfrei. Per elektromagnetischem Mitteldifferenzial wird die Antriebskraft situations­gerecht verteilt. Bis zu 100 Prozent schickt das Differenzial an die Hinterachse. Eine Sperrfunktion ist ebenfalls integriert. Verschneite Straßen auf dem Weg zum Schiausflug sind kein Problem. In den Genuss des 4×4 kommt allerdings nur, wer zum Topdiesel oder -benziner greift. Was aber ohnehin angeraten sei. Den Cooper S hat Mini als beliebteste Motorisierung ausgemacht – 35 Prozent der jährlich bis zu 30.000 Stück (jeder fünfte Mini ist in Zukunft ein Countryman) werden diesen Motor erhalten. Was am US-Boom liegen dürfte. Auf dem alten Kontinent wird wohl Diesel die erste Wahl sein. Schade drum. Der Cooper S packt ordentlich zu. Twin-Scroll-Turbo, Benzindirekteinspritzung, 184 PS: Tempo 215, ganz souverän, ohne betteln zu müssen. Das Ganze mit einem souveränen, wankarmen Fahrwerk. Fürs Wanken wäre der Countryman allerdings ohnehin zu klein.

Cover Autorevue 08/2010

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