Modellvorstellung Chevrolet Spark

Hochdacherl
Wer hat behauptet, dass sich beim Einstieg in die Automobilwelt nicht ein bisschen Spaß ausgeht?

Autorevue 02/2010   Autor: Christoph Jordan   Fotos: Werk

Shortcut

Was wir mögen

Dass sich der Spark im Rahmen der Möglichkeiten designtechnisch von der grauen Masse abhebt.

Was uns überrascht

Wie wenig Auto man zum Glücklichsein eigentlich braucht.

Was uns fehlt

Ein bissl mehr Biss bei den Motoren. Insbesondere der 1,0er will heftig getreten werden, damit was weitergeht. Darum: Gleich zum 1,2er greifen, der verbraucht exakt dasselbe.

Die Konkurrenz

Achtung, heiß umkämpftes Segment: Citroën C1, Daihatsu Cuore, Fiat Panda, Hyundai i10, Opel Agila und Suzuki Splash, aber auch Dacia Sandero.

Daten

Chevrolet Spark 5 Türen, 5 Plätze, Kofferraum 170–568 l
Länge 364 cm, ab 939 kg, Frontantrieb 4-Zylinder-Motoren; Alle: 8 Airbags
Spark+: + Klima; LS: + ESP, FB
Spark 1,0: € 8.990,–
Spark+ 1,0: € 9.990,–
Spark 1,0 LS: € 11.190.–
995 ccm, 50 kW (68 PS), 93 Nm
154 km/h, 0–100 in 15,5 sec, CO2 119 g/km
MVEG-Verbrauch: 6,6/4,2/5,1 (E)
Spark 1,2 LS: € 11.690.–
Spark 1,2 LT: € 12.590.–
1206 ccm, 60 kW (82 PS), 111 Nm
164 km/h, 0–100 in 12,1 sec,
CO2 119g/km
MVEG-Verbrauch: 6,6/4,2/5,1 (E)
mehr...

Der Chevy Spark taucht als Ablöse des Matiz mitten im A-Segment auf, der kleinsten Klasse also, genau dort, wo das Autofahren beginnt. Und die ist vorwiegend humorlos. Hier regieren die Kostenrechner, und meist geht sich neben ­einer Mindestanforderung an Praktikabilität nicht viel fürs Herz aus.
Diese These widerlegt der Spark auf ganz simple Weise. Durch das ambitionierte Spiel mit Lichtkanten und fröhlichen Formen hebt er sich zumindest wohltuend von der Masse der gesichtslosen Kleinwagen ab, ohne gleichzeitig seine Pflichten zu vernach­lässigen. So gibt es ihn ausschließlich als praktischen Fünftürer, der im Innenraum trotz seiner geringen Außenmaße ein brauchbares Platz­angebot bietet – wo freilich die Höhe auch mithilft.
Der Kofferraum ist mit 170 Litern zwar nicht üppig, lässt sich aber durch die 60:40 geteilt umlegbare Rückenlehne auf achtbare 568 Liter erweitern. Der Fahrer wird über eine witzige, rollerhafte Armatureneinheit über die Befindlichkeiten des Fahrzustandes informiert, der Rest des Armaturenbretts ist herkömmlich gestaltet und intuitiv bedienbar. Zwar dominiert knarzfrei verarbeitetes Hartplastik den Innenraum, doch wäre es vermessen, hier den Einstiegspreis mit schlanken neun Tausendern außer Acht zu lassen. Wer Freude haben möchte, legt aber besser noch einen drauf: Sechs Airbags sind zwar immer Serie, erst ab der Plus-Ausstattung gibt es Klima und Radio.
Bei der Technik ist man dann doch bescheidenen Werten verpflichtet: Zur Auswahl stehen zwei Benziner mit 68 und 81 PS, wobei beide gerne ordentlich gedreht werden wollen, um überland weiterzukommen. Für die Stadt reicht’s allemal. Ähnliches gilt für das Fahrwerk: Sicher und bequem abgestimmt (ESP gibt es in den billigen Versionen nur gegen Aufpreis!) und unauffällig, ­Innovationen sucht man besser woanders.

Dein Kommentar

Du musst Dich einloggen um kommentieren zu können.