Spätestens zu diesem Zeitpunkt kann es keinen Zweifel mehr geben: Kein SUV auf dieser unserer Welt darf dem Cayenne Turbo auch nur die Scheibe putzen. Das kann er sowieso selber, und auch noch bei zwofünfzig. Schnellfahrkompetenz ist also vorhanden.
Das andere Wort heißt Geländekompetenz. Die ist selbst bei den besten Geländeautos schnell ausgereizt: Wir fuhren den Vorgänger in der Wüste von Dubai, wo die Porscheleute zeigen wollten, was der Cayenne im feinen Spielsand so alles kann. Bilanz: Ist der Fahrer eine Niete (und fast jeder ist im Wüstensand eine), dann kann der Cayenne vor allem im Sand versinken. Ist der Fahrer gut, kann er vieles und praktisch alles besser: Die im Turbo serienmäßige Luftfederung mit Niveauregulierung lässt unter anderem zwischen Geländeniveau und Sondergeländeniveau wählen. Ferner wird ein Geländefahrprogramm von einer Einstellung für Längssperre und einer für Quersperre ergänzt, sämtlich einfach mittels Tastwippe anzusteuern. Damit gilt auch bei großer Unwegsamkeit: Lieber gut gefahren als schlecht gegangen. Zahlt sich ja nicht aus, die ganze Kraxlerei.
Bei all dem kosmischen Perfektionismus blieb doch auch Platz für ein wenig Menschlichkeit und das wenigstens theoretische Zulassen der Möglichkeit, dass einmal ein Fehler passieren könnte. Natürlich nicht dem Auto. Auf Seite 189 der Betriebsanleitung lesen wir: „Während der Wasserdurchfahrt keinesfalls die Türen öffnen.“
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