Fahrbericht E 200 CGI Blue Efficiency

Lauterer Wettbewerb
Leistung geht hier nicht verloren. Anderes schon

Shortcut

Was wir mögen

Wie in einer E-Klasse die positiven ­deutschen Werte (Solidität, Zuverlässigkeit etc.) in modernster Verpackung transportiert werden.

Was uns überrascht

Dass die Kofferraumdeckel-­ Fernentriegelung aufpreisfrei ist.

Was uns fehlt

Uns nichts. Aber den Mercedes-­Ingenieuren fehlt der Auftrag, auch für die Modelle mit Automatikgetriebe eine Start-Stopp-Funktion zu entwickeln.

Die Konkurrenz

5er BMW, Mercedes C-Klasse.

Daten

E 200 CGI Blue Efficiency: € 44.000,– 4 Türen, 5 Plätze, Kofferraum 540 l
Länge 487 cm, 1615 kg, Heckantrieb
9 Airbags, ESP, BAS, Klima, FB
R4-Zylinder-Benzinmotor mit DI
1796 ccm, 135 kW (183 PS), 270 Nm
232 km/h, 0–100 in 8,5 sec, CO2 169 g/km
MVEG-Verbrauch: 10/0/5,7/7,3 (E)
AR-Testverbrauch: 8,4 Liter

Und natürlich in Geräusch. Ein 1,8-Liter-Vierzylinder klingt, als täte er sich ständig über irgendwas aufregen, selbst im Leerlauf schweigt er nicht stille (außer er schaltet sich via Start-Stopp ganz ab). Die Handschalterei nimmt zusätzlich Ruhe aus dem ­System, denn ruckfreies Schalten gelingt kaum (erinnert an den „Bonanza-Effekt“ bei den früheren Dieselmercedessen). Unwillkürlich dreht man hoch, weil das der Motor eben so einfordert, und schon ­bewegt man sich so, wie es ­einem Seat Ibiza eher zukommt als einem reichlich großen Mercedes.

Was soll man sagen: E-Klasse natürlich top, Motor im Prinzip auch, Gangschaltung okay, aber die Mischung überzeugt letztlich nicht völlig. Vielleicht verweist uns das auf den 250 CGI. Auch kleiner Hubraum, aber mit serien­­-­mä­ßi­ger Fünfgangautomatik wohl insgesamt stimmiger.

Cover Autorevue 06/2010