Der Juke-R von Nissan ging auch schon in diese Richtung. Die Brutalisierung der Niedlichkeit. Der Juke-R war zwar eine ganze Nummer extremer, aber die Richtung war die gleiche. Jetzt also Kia.
Track’ster Concept heißt das Auto, wurde in Chicago auf einer Automesse vorgestellt und ist eine Soul-Coupé, wenn man so will. Zwei Türen hat das Konzept nämlich weniger als der Soul, dafür wuchs der Radstand (+ 2,5 Zentimeter) und die Breite (+ 13 Zentimeter), was das Auto enorm flach aussehen lässt.

Für weitere optische Brutalität sorgen die 19-Zöller – hinten mit 285/35er Reifen und vorne mit 245/40er-Schlapfen. Gleich zwei Endrohre und ein originelles Scheinwerfer-Design setzen dann in dieser Hinsicht das Ausrufezeichen.

Der Antrieb darf diesem Anspruch nicht hinterher hinken. Deswegen leitet ein Zweiliter-Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer 250 PS an alle vier Räder (elektronisch gesteuerter Allrad). Sportfahrwerk. Eh klar. Manuelles Sechsganggetriebe. Nicht so klar. Dafür aber mit verkürzten Schaltwegen.
Angeblich handelt es sich beim Track’ster nur um eine Fingerübung der Designer. Aber, wenn man es genau betrachtet handelt es sich um eine seriennahe Idee. Subtrahiert man den Sport- und Design-Schmäh bleibt ein Kia Soul mit weniger Türen, dafür einer dynamischeren Silhouette…
Cover Autorevue 02/2012